Kurz gesagt
Ein Sparplanrechner schätzt, was regelmäßiges monatliches Anlegen nach einigen Jahren wert sein könnte und wie viel davon aus deinen eigenen Einzahlungen und wie viel aus Wertzuwachs stammt. In Indien heißt das SIP (Systematic Investment Plan); anderswo spricht man oft von Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt) oder einfach von einem monatlichen Sparplan.
So wird die Schätzung berechnet
Jeden Monat zahlst du denselben Betrag ein, und alles bereits Angelegte wächst mit der erwarteten Rendite weiter. Weil Erträge auf früheren Erträgen aufbauen, steigt der Wert in späteren Jahren schneller.
Der Rechner nutzt die übliche Formel für Einzahlungen jeweils zu Monatsbeginn: Wert = P × ((1 + i)^n − 1) ÷ i × (1 + i). Dabei ist P die monatliche Sparrate, i die monatliche Rendite (Jahresrendite geteilt durch 12) und n die Anzahl der Monate. Mit jährlicher Dynamik steigt die monatliche Sparrate alle 12 Monate um diesen Prozentsatz.
Rechenbeispiel
Du legst 20 Jahre lang 500 im Monat an, bei erwarteten 8 % pro Jahr. Insgesamt zahlst du 120.000 ein, und die Geldanlage könnte auf rund 296.474 wachsen – etwa 176.474 stammen also aus Wertzuwachs statt aus deinem eigenen Geld.
Erhöhst du die monatliche Sparrate jedes Jahr um 10 %, ändert sich das Ergebnis deutlich: Du zahlst insgesamt 343.650 ein, und der Wert könnte rund 663.746 erreichen. Kleine, regelmäßige Erhöhungen, zum Beispiel passend zu Gehaltserhöhungen, machen über lange Zeiträume viel aus.
Warum Zeit wichtiger ist als der richtige Zeitpunkt
Der größte Hebel in der Formel ist die Anzahl der Monate. Fünf Jahre früher zu starten bringt oft mehr als eine höhere Sparrate, mit der du später beginnst. Wenn du jeden Monat einen festen Betrag anlegst, kaufst du außerdem bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen weniger – das glättet die Schwankungen am Markt.
Eine realistische Rendite wählen
Nimm einen Wert, der zu deiner tatsächlichen Anlage passt. Die langfristigen Durchschnitte unterscheiden sich stark zwischen Sparkonten, Anleihen und Aktien, und vergangene Renditen garantieren keine künftigen.
Denk daran, dass Gebühren und Inflation die reale Rendite schmälern. Probier auch eine niedrigere Rendite aus, um eine vorsichtigere Schätzung zu sehen, und prüfe, wie stark das Ergebnis vom gewählten Wert abhängt.
Häufige Fragen
Was ist ein SIP?
Ein SIP (Systematic Investment Plan) ist ein Sparplan: Du legst in regelmäßigen Abständen, meist monatlich, einen festen Betrag in einen Investmentfonds oder ein ähnliches Produkt an. Dieser Rechner funktioniert für jede regelmäßige monatliche Geldanlage, egal wie sie bei dir heißt.
Sind die Renditen garantiert?
Nein. Die erwartete Rendite ist eine Annahme, kein Versprechen. Echte Geldanlagen schwanken, und der tatsächliche Wert kann höher oder niedriger als diese Schätzung ausfallen.
Sind Steuern, Gebühren oder Inflation im Ergebnis enthalten?
Nein. Der Rechner zeigt einen Wert vor Steuern, Fondsgebühren und Inflation. Um näher an einen realen Wert zu kommen, zieh deine erwarteten Gebühren und die Inflation von der erwarteten Rendite ab.
Was bewirkt die jährliche Dynamik?
Sie erhöht deine monatliche Sparrate jedes Jahr um einen festen Prozentsatz. Mit 10 % werden zum Beispiel aus 500 im Monat im zweiten Jahr 550 und im dritten 605. Lass sie bei 0 %, wenn der Betrag gleich bleiben soll.
Methodik
Die Einzahlungen erfolgen jeweils zu Monatsbeginn, und die Erträge werden monatlich mit der erwarteten Jahresrendite geteilt durch 12 verzinst. Die optionale jährliche Dynamik wird alle 12 Monate angewendet. Die Werte werden nur für die Anzeige gerundet.
Dieser Rechner liefert Schätzungen nur zur Information und ist keine Finanzberatung. Geldanlagen können an Wert verlieren; vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für künftige Ergebnisse.
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